Weingut Böhme & Töchter
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Neugier als Familien-Gen

Weingut Böhme & Töchter

„Man soll schmecken, wo unser Wein herkommt“. Denn hier ist Wein Familiensache und Ausdruck der Liebe zur Heimat, betont Marika Sperk (geb. Böhme), die gemeinsam mit Vater Frank und Schwester Toska die Verantwortung für das Weingut trägt.
Köpfe:
Marika und Sandro Sperk, Frank Böhme, Toska Grabowski
Hände:
16
Gründung:
2003
Fläche:
6 ha
Bg51-Winzer:
Bg51 Gründungsmitglied
Bg51-Rebsorten:
  • Roter Traminer
  • Weißburgunder
  • Spätburgunder

Frank Böhme ist ein Urgestein der Weinregion. Bereits in den 1980er Jahren hatte er die ersten „Garagenweine“ aus Trauben einer rekultivierten Parzelle im Dorndorfer Rappental produziert – Hand in Hand mit seinem Vater Werner, der die Grundlagen in den Weinbergen legte und dort bis heute engagiert mithilft. Stück für Stück kamen neue Flächen und Rebsorten hinzu und mit der T&M Rotweincuvée aus dem Barrique kreierte Frank Böhme eine Marke. Als einer der Ersten pflanzte er hier Chardonnay, den Marika und ihr Mann Sandro Sperk, beide sind seit 2017 für die Weinbereitung verantwortlich, bei ihrer Ausbildung in Oregon besonders zu schätzen lernten. Ursprünglich ein Exot an Saale und Unstrut, entwickelt sich diese weiße Burgundersorte ihrer Meinung nach gerade „zur neuen Edelrebe der Region“.

„Der perfekte Wein hat Charakter. Er darf auch Ecken und Kanten haben.“

Neues zu wagen, das treibt auch die junge Generation an. Man hat inzwischen modernisiert und umgebaut, das Weingut soll weiter wachsen, die Zahl der Rebsorten sich hingegen reduzieren. Marika und Sandro Sperk richten ihr besonderes Augenmerk auf Spätburgunder, auf Riesling und Roten Traminer. Das Winzerpaar experimentiert zudem mit der „méthode rurale“ für die Schaumweinherstellung, im Stillweinbereich feilen sie an einem neuen, deutlich trockeneren Stil: Ergebnis vieler Versuche mit Spontangärung, einer aromaschonenden Verarbeitung und dem Ausbau im Holz. Restzucker und primäre Fruchtaromen treten in den Hintergrund: „Im Keller wollen wir vor allem Boden und Rebsorten Geltung verschaffen. Die Methode der Weinbereitung ist für uns kein Selbstzweck.“